Nein, nicht schon wieder eine Email zur vermaledeiten DSGVO … werdet Ihr denken! Aber wir fühlen uns verpflichtet, einige Punkte klarzustellen. Auch wir selbst sind ja in den Mahlstrom der Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarungen geraten. Schon das Wort – können sich die Verwaltungsangestellten nicht etwas Leichteres einfallen lassen?

Die Verordnung existiert ja schon seit zwei Jahren, und wer sich damit frühzeitig auseinandergesetzt hat, hatte auch leichtes Spiel. Unsere Datenschutzerklärung liefert ein gutes Beispiel. 

Um einigen Missverständnissen zu begegnen: es gibt das Thema der Auftragsverarbeitung, das vorsieht, eine Vereinbarung zwischen den Partnern zu treffen, die Eventualitäten ausschließen soll. Diese Vereinbarung müssen wir, liebe Partner, aber gar nicht miteinander treffen. Sie gilt möglicherweise für einige von Euch, die sich mit E-Commerce beschäftigen und ihren Onlineshop überarbeiten mussten. Wir als Versanddienstleister sind davon allerdings – das haben wir uns von der Berliner Datenschutzbeauftragten bestätigen lassen – ausgenommen. Denn für uns gilt das Kurzpapier Nr. 13 der Datenschutzkonferenz DSK. Dieses nimmt Postversender (und ähnliche Dienstleister) ausdrücklich aus.

Vergleich dazu:

Lachenmann in Koreng/Lachenmann, „Formularhandbuch Datenschutzrecht“, 2015, Seite 163:

“Vom Lettershop abzugrenzen ist der tatsächliche Versand der Post: Der Postdienstleister ist stets als verantwortliche Stelle zu werten […]. Der Zusteller verarbeitet die Daten in eigener Verantwortung, wovon der Empfänger ausgeht, zumal die PDSV die Mitwirkenden mit weitgehenden Rechten ausstattet. Als Gestattungsnorm fungiert insoweit § 41 Abs. 2 PostG”

Kurz gesagt: alles bleibt wie gehabt und es gibt keine Erweiterung von Verträgen oder sonstige notwendigen Erklärungen zur DSGVO unsererseits.